Wenn´s der Biotonne zu heiß wird

09.06.2017

Vielleicht kommt Ihnen folgende Situation irgendwie bekannt vor: Nichts ahnend hebt man den Deckel der Biotonne hoch und will den Bioabfall der letzten Tage einfüllen, plötzlich „schauen“ einem diese weißen Tierchen doch direkt in die Augen – Madenalarm!

Dabei wäre diese äußerst unangenehme und eklige Überraschung durchaus zu verhindern gewesen.

Um derartige Probleme zukünftig zu vermeiden, ist es entscheidend, dass man den fäulnisbildenden Bakterien und den Maden das Leben schwer macht. Dies ist möglich, in dem man ihnen die Lebensgrundlage Nahrung, Wärme und Feuchtigkeit entzieht.

Nachfolgende Tipps sollten Sie daher beim Umgang mit Bioabfällen und der Biotonne in den Sommermonaten unbedingt beachten:

1. Picobello und blitzblank:
Bioabfälle sollten bereits in der Küche in mehrere Lagen altes Zeitungspapier eingewickelt werden. Es saugt Feuchtigkeit auf und hält Boden und Wände der Behälter sauber. Dafür eignen sich auch Kompostbeutel aus Spezialpapier, die im Handel erhältlich sind. In diesem Zusammenhang möchten wir nochmals darauf hinweisen, dass für die Sammlung von Bioabfällen keine Plastiktüten und auch keine biologisch abbaubare Stärkebeutel verwendet werden dürfen.

2. Klein aber fein:
Möglichst kleine Vorsortierbehälter sind gut für die Hygiene in der Küche. Sie sind schnell gefüllt und müssen oft entleert werden. Was auf den ersten Blick nachteilig klingt, hat auch seine positive Seite: Ungeziefer und Schimmel haben keine Zeit sich auszubreiten. Auch das Vorsortiergefäß sollte immer mit Zeitungspapier oder einer Papiertüte ausgekleidet werden.

3. Kühlen Kopf bewahren:
Die Biotonne sollte auf keinen Fall in der prallen Sonne stehen. Bei heißen Temperaturen verrotten Bioabfälle schneller – Schimmel und Ungeziefer breiten sich aus. Besser ist ein schattiger und kühler Standort für die Behälter (z.B. Carport, Dachüberstand oder ein schattenspendender Baum).

4. Vorsicht bei Rasenschnitt:
Lassen Sie Rasenschnitt immer anwelken oder stimmen Sie das Rasenmähen mit der Abfuhr der Biotonne ab. Feiner Rasenschnitt verklebt sehr schnell und wird warm. Durch die enorme Eigenfeuchte des Materials fängt es dann sehr schnell zu stinken an. Unser Tipp: Geben Sie den Rasenschnitt doch einfach an der Grüngutsammelstelle bzw. am Häckselplatz in Ihrer Nähe ab.

5. Gegen die Feuchtigkeit:
Befüllen Sie die Biotonne immer mit Zwischenlagen aus Zeitungspapier (keine buntbedruckten Illustrierten). Bitte verwenden Sie keine biologisch abbaubaren Stärkebeutel zur Sammlung der Bioabfälle im Haushalt. Diese Beutel werden in der kurzen Vergär- und Rottedauer nur unvollständig abgebaut und müssen aufwändig aus dem Kompost entfernt werden. Biologisch abbaubare Stärkebeutel sind daher im Landkreis Bad Kissingen zur Sammlung der Bioabfälle nicht zugelassen.

6. Vorbeugen ist besser:
Um den Fliegen und Maden schon im Vorfeld die notwendige Nahrung zu entziehen, sollten Sie in den Sommermonaten Knochen und Fischgräten immer in die Tonne geben, die als nächstes geleert wird. Das bedeutet, dass Sie diese Abfälle ausnahmsweise (nur im Sommer) auch in die Restmülltonne werfen können.

7. Grundreinigung:
Waschen Sie die Biotonne gerade bei starker Verschmutzung gründlich aus und lassen Sie die Tonne anschließend mit geöffnetem Deckel in der Sonne trocknen.

8. Ein Kraut gewachsen:
Falls sich in der Tonne bereits Maden ausgebreitet haben, können Sie im Handel (z.B. Baumärkten) spezielle Einstreumittel erwerben. Bitte benutzen Sie keine Insektengifte! Die Schadstoffe würden sonst über den Bioabfallkompost zurück auf unsere Felder und Gärten kommen.

Haben Sie noch Fragen?
Dann wenden Sie sich bitte an das Team vom Kommunalunternehmen unter Telefon 0971/801-6070 oder -6071.

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