Kommunalunternehmen führt Abfall-Entsorgung ab 01.11. in Eigenregie durch

19.10.2022

Der Landkreis Bad Kissingen führt die Abfall-Entsorgung in Zukunft in Eigenregie durch: Ab 1. November 2022 übernimmt das Kommunalunternehmen des Landkreises selbst die Entsorgung von Restmüll, Biomüll und Papier/Kartonage. Bisher war damit der Entsorgungsfachbetrieb Seger aus Münnerstadt beauftragt.

„Nach den guten Erfahrungen, die wir mit der Rekommunalisierung beim Zweckverband Tierkörperverwertung Unterfranken gemacht haben, war es naheliegend, auch die Abfall-Entsorgung in Eigenregie durchzuführen bzw. zu prüfen, innerhalb welcher Rahmenbedingungen das möglich ist. Zudem zeigt ein Blick über die Landkreis-Grenzen hinaus, dass andere Landkreise wie Rhön-Grabfeld die Abfall-Entsorgung ebenfalls in die eigene Hand genommen haben und das sehr gut funktioniert.“

Der Vertrag mit der Firma Seger läuft bis Ende 2024. „Bereits Anfang des Jahres haben wir überlegt, die Abfall-Entsorgung im Anschluss an die Laufzeit zu rekommunalisieren und entsprechende Untersuchungen eingeleitet“, erläutert der Vorstand des Kommunalunternehmens, Jürgen Metz. Wenig später kam die Firma Seger auf Metz zu und bat um eine Vertragsanpassung, die schließlich in eine von beiden Seiten getragene Aufhebung des Vertrags mündete. „Die Kosten sind bereits während der Corona-Krise und aktuell aufgrund des Ukraine-Kriegs geradezu explodiert“, so Geschäftsführerin Christine Seger. Eine vorzeitige Vertragsauflösung ist damit sowohl für das Kommunalunternehmen als auch für den Entsorgungsfachbetrieb eine gute und vor allem auch wirtschaftliche Lösung.

Mittlerweile sind die Verhandlungen abgeschlossen und die Verträge unterzeichnet. Für die oben genannten Bereiche (Restmüll, Biomüll und Papier/Kartonage) wurde ein Betriebsübergang vereinbart. Im Rahmen der Rekommunalisierung gehen die hiervon betroffenen Mitarbeiter sowie die Müll-Fahrzeuge der Firma Seger an das Kommunalunternehmen über.

„Oberste Priorität hat für uns, dass die Entsorgungssicherheit für die Bürger auch in der Übergangszeit gewährleistet bleibt“, betont Landrat Thomas Bold. Tatsächlich ändert sich für die Kunden erst einmal nichts, die Touren bleiben erst einmal bestehen. „Allerdings können wir nicht ausschließen, dass es – wie bei solchen Auftragsübergängen durchaus üblich - zu geringfügigen Beeinträchtigungen kommen kann“, sagt Jürgen Metz. So müssen einzelne Fahrzeuge zeitweise aus dem Betrieb genommen werden, um beispielsweise Umrüstungs- oder Reparaturarbeiten durchführen zu können. „Dabei kann es zu kleineren Problemen kommen. Wir bitten unsere Bürgerinnen und Bürger um Verständnis und setzen alles daran, ihnen so bald wie möglich wieder den gewohnten, zuverlässigen Service zu bieten.“ Metz bittet alle Haushalte zudem darum, die Tonnen am besten schon am Abend vor der Leerung hinaus zu stellen, falls Touren ausnahmsweise doch kurzfristig umgestellt werden müssen. „Da ist es ratsam, sich nicht darauf zu verlassen, dass z.B. die Biotonne in der Vergangenheit nicht vor 8 Uhr geholt wurde.“

Weiterhin beim Entsorgungsfachbetrieb Seger bleiben die Abholung der gelben Säcke und weitere Geschäftsfelder wie Transporte, Schüttguthandel, Wertstoffe, Containerdienst und Entrümpelung.

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